- Zentralisierung aller Verwaltungsbereiche
- Vereinfachung der Konzernstruktur angestrebt
Freudenstadt, 27. Oktober 2009. Die schlott gruppe AG wird alle Verwaltungs- und verwaltungsnahen Funktionen vereinheitlichen und zentral zusammenfassen. Gleichzeitig wird eine deutliche Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Struktur angestrebt. Aus den Maßnahmen ergeben sich angesichts der anhaltend schwierigen Marktsituation dringend benötigte Einspareffekte in Höhe von acht Millionen Euro, die ab dem Geschäftsjahr 2011/12 voll wirksam werden. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen über die im Sommer bereits eingeleiteten Maßnahmen hinaus sind in einer Größenordnung von vier Millionen Euro jährlich geplant. Die schlott gruppe AG stärkt damit deutlich ihre Position im Markt.
Im Sommer hatte die börsennotierte Unternehmensgruppe als ersten Schritt die Anpassung der Produktionskapazitäten als Folge eines erheblichen Nachfragerückgangs beschlossen. So wurde das jährliche Produktionsvolumen um 20 Prozent von 600.000t auf 480.000t reduziert. Die Anzahl der Mitarbeiter in der Produktion wurde deutlich gesenkt. Darüber hinaus leisteten alle Mitarbeiter einen Teilverzicht bei den tariflichen Einmalzahlungen.
Ziel der jetzt angekündigten Maßnahmen ist, die Stückkosten einem nochmals gesunkenem Preisniveau anzupassen. Schlott wird hierzu die Verwaltungseinheiten, die an unterschiedlichen Standorten tätig sind, zusammenfassen und zentralisieren. Von dieser Zentralisierung sind die Verwaltung und sämtliche verwaltungsnahen Bereiche betroffen. Die Maßnahme geht mit einem Abbau von etwa 180 Arbeitsplätzen einher. Die Gespräche hierzu werden in Kürze mit den Arbeitnehmervertretern und ver.di aufgenommen.
Zudem wird angestrebt, die Konzernstruktur deutlich zu vereinfachen. Anstelle von derzeit acht deutschen Tochtergesellschaften plant schlott künftig mit vier operativen Einheiten.
Bernd Rose, Vorstandsvorsitzender der schlott gruppe AG, erläutert: „Die endgültige Anzahl wird auch von den steuerlichen und rechtlichen Möglichkeiten abhängen, die wir derzeit prüfen. Unsere Auslandstöchter sind aus eben diesen Gründen hiervon ausgenommen.“
Mit der geplanten Vereinfachung der Konzernstruktur und Bündelung der Verwaltungseinheiten sollen insgesamt acht Millionen Euro jährlich eingespart werden.
Auf Grund der schlechter als erwarteten Marktentwicklung ergibt sich ein weiterer Einsparungsbedarf in Höhe von vier Millionen Euro pro Jahr. In Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern und ver.di werden die dafür notwendigen Kostensenkungsmaßnahmen in Kürze diskutiert.
Bernd Rose führt hierzu aus: „Um die Existenz des Unternehmens nachhaltig zu sichern, müssen wir auf die derzeitigen Preis- und Mengenprobleme schnell und entschlossen mit einer nachhaltigen Reduzierung unserer Stückkosten reagieren. Die hierfür vorhandenen Möglichkeiten, die durch die neue Struktur in der Verwaltung entstehen, werden wir konsequent nutzen. Um die Auswirkungen der nochmals verschärften Marktentwicklung auszugleichen, müssen wir alle über den Personalabbau hinaus nochmals einen Beitrag zur Kosteneinsparung leisten. Wir sind sehr zuversichtlich, mit diesen Maßnahmen unser Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld auf eine sichere Basis zu stellen.“